Restaurierung einer Petromax 827 250CP

Hallo Grill und Lampenfreunde,

heute mal wieder ein Lampenblog.

Eine eher seltene alte Petromax 827 250CP hat den Weg in meine Werkstatt gefunden und möchte neu erstrahlen.

So sieht sie aus:

Rost am Tragegestell

Die Schraube am Manometerdeckel ist abgerissen.

Macken/Schmutz an der Haube

Klemmschraube am Mischrohr abgerissen

Innenmantel massiv verrostet

Ebenso der Pumpenkolben mit total hartem Pumpenleder.

Zentrierboden sieht nicht viel besser aus.

Hier die abgerissene Manometerschraube.

Ausbohren mit 1,5mm auf der Ständerbohrmaschine

Dann auf 2mm aufgebohrt und eine neue Schraube rein. Die alten 1,5mm Schrauben kriege ich nirgends und neue Manometer haben alle 2mm. Ist praktischer so.

Den Tank mit Aceton gefüllt und einer Hand voll Schrauben. Gut schütteln und dann kommt das hier bei raus:

Der Mitnehmer am Excenter ist auch abgerissen. Neu!

Ein völlig verranzter Rapid! Bäääh!

Dieses von mir eigentlich für Kocher angefertigte Spezialwerkzeug fördert eine Überraschung zutage!

Ein Pumpenbodenventil mit Steg.

 

Alle Teile werden zerlegt, im Ultraschallbad mit heißer Zitronensäure gereinigt, gespült und mit Stahlwolle 000 poliert. Der Pumpenkolben musste mit groben Schmirgel abgedreht werden.

Das sind die neuen Teile, die reinkommen: ein benzinfester Dichtungssatz und ein Lederspreizer.

Dann spendiere ich noch ein Pumpenbodenventil neuer Bauart.

Dichtung am Rapidhebel gewechselt. Rechts die alte Dichtung.

Jetzt sieht der Rapid wieder manierlich aus.

Vergaserfußventil austauschen.

Der überarbeitete Pumpenkolben.

Vitondichtung für das Manometer.

Der Rohbau steht wieder!!

Druck! Und hält sogar!

Tragegestell geschallt und poliert kommt wieder drauf. Ebenso die polierte Vorwärmschale und der gereinigte Zentrierboden.

Eine neue Mischrohrklemmschraube habe ich angefertigt. Hatte keine mehr auf Lager. Dafür gab es noch ein neues Klemmstück.

Glühstrumpf dran und die polierte Haube drauf – fertig! Kann sich doch sehen lassen. Auch von allen Seiten!

 

 

Raus damit und den Glühstrumpf abflammen!

Sie leuchtet!

Habe noch ein wenig Mischrohrglühen. Ggf. ist das Sieb am Vergaser noch zu. Das muss ich noch mal checken. Ist aber alles in den Griff zu bekommen. Ich bin erst mal zufrieden!

Nachtrag am 25.1.2013:

 

Jetzt läuft sie richtig! Ein neuer Strumpf, ein gerichtetes Mischrohr und leichte Korrekturen an der Gemischeinstellungen haben nur sehr wenig genutzt. Koronabildung und Mischrohrglühen blieben bestehen.

Dann habe ich 30% Benzin zum Lampenöl gegeben und siehe da, sie läuft 1A!

 

Bis demnächst!

 

Grüßle und Tschöh!

 

Armin

 

Ein Gedanke zu „Restaurierung einer Petromax 827 250CP

  1. Schön geworden ist die lampe wieder, aber war ja auch ne prima Ausgangsbasis
    da war ja so gut wie nix zu machen, das bisschen Rost und Dichtungen sind eh
    immer alle fällig, das Leder meist auch .

    Ich hab schon Lampen in den Fingern gehabt, da hast Du erst nach ner Stunde
    putzen gewusst, was früher mal unter dem Dreck gesteckt hatte , oder die Lampe
    war nach dem Entrosten nur noch halb so schwer :-(

    Hauptsache, sie leuchtet wieder ordenltich, und gefällt :-)

    Eugen j.keusen

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